Afrikanische Momente.

Eine Bootstour in den  Mangroven.


Was ich sagen will, mit afrikanische Momente sind die nachfolgen Fotos, die man ohne weiteren Kommentar anschauen kann. Die Bilder sprechen für sich und damit verabschieden wir uns von Afrika und sehen uns in ca. drei Wochen in Brasilien wieder.

Die Austern Frauen.

 

Afrikas Kinder – Segen?

Kemoto Lower Basic School.

Der Sonntag wird spannend

 

 

Es fehlen Schulbücher?

 

Der Schulweg

 

Die Küche auf dem Land

 

 

Der Kapok-Baum mit seinen Brettwurzeln.

Im Inneren, gewaltige Dimensionen.

Frauen in ihren Gärten.

 

Der Kapok – Baum.

 

Der junge Kapok – Baum schützt sich mit Stacheln.

Wenn man, wo auch immer, durch Strassen läuft, heisst es:

How are you? What is your name, were you are from? Von der Tourismusbranche auch Smiling – Coast genannt.

GAMBIA

Alle sehr, sehr freundlich! Haben es so nicht erwartet, ganz anders als unsere Bedenken vor der Reise. Für Europäer manchmal zu viel des Guten! Aber lieber so!

 

 

 

GAMBIA = vor Anker Half Die = Banjul,

Laut Logbuch Ankunft in Banjul genau um 13.00 Uhr. Wir ankern vor dem Fischerjetty auf 2,50 m Tiefe. Banjul, die Hauptstadt der Republik Gambia und einziger Seehafen.

 

 

Der Gambia- River ist hier am Ankerplatz so breit, das man das andere Ufer, die Küste vom  Senegal  nicht sehen kann! Wie wir hörten, soll heute das Immigrations-Office doch offen haben, obwohl Sonntag.

Also nichts wie hin, ein Mann der Hafenwache findet Zeit, uns zu begleiten. Das heisst, ich bleibe auf dem Schiff, es geht der Rest der Crew.

Der Grund ist der, neuer Ankerplatz, der Strom  kentert gerade und der Wind frischt auf. Lieber auf dem Boot bleiben, kein Risiko.!

Wie sich dann herausstellte, war das Büro doch geschlossen, nicht der Öffnungszeiten wegen, nein, ein wichtiges Fussballspiel war im Gange, Afrika – Cup.
Das hat natürlich Vorrang.

Es sollte ein Tagesmarsch werden. Doch allen sollte klar sein, ohne  „kleine Geschenke geht nichts. Auch der Zoll hält die Hand offen, ein schneller Stempel in den Papieren, keine Kontrolle an Bord,  = 1000.- Dalasis  ca 20.- €.


Auf den mit rotem Staub bedeckten Stassen, lautes Gehupe, jeder erkämpft sich seine Vorfahrt. Schwer beladene Lastwagen vom nahen Hafen donnern vorbei, Abgase erschweren das Atmen.


Von Cabo Verde nach Banjul, ca 450 sm oder knapp 5 Tage, beste Atemluft auf dem offenen Meer und jetzt das.


Wir staunen über das, was auf den Stassen feilgeboten wird. Kubikmeter grosse Stoffballen, halb ausgepackt und gefüllt mit Kleidern, wohl von Indien kommend, liegen herum. Mit den Schuhen ebenfalls, tausende werden auf den Stassen angeboten, wer kauft die wohl?


Viele Produkte wie Reis, Zwiebel, Mehl, Bohnen, Mais werden direkt aus 50 kg Säcken verkauft,  man braucht also immer eine kleine Tasche.


Auf dem Royal Albert Markt ist alles zu haben, was man zum Leben braucht, wirklich alles. Die Sinne werden beansprucht,

 

die Nase nimmt Gerüche wahr, die man zuhause auch als  “ Es stinkt zumHimmel bezeichnet. Ich staune immer wieder, was eigentlich alles essbar ist. Die Fisch – und Fleischreste  sowie die“frischen Fische sind übersät mit Fliegen. Nein Danke, ich esse heute lieber Gemüse.


Wenn man durch die Gassen des Marktes läuft, wird man oft von aufdringlichen „ Helfern begleitet, die uns alles erklären wollen. Taucht noch ein dritter auf, sind die plötzlich verschwunden.

Der erklärt sich als Schutz für die Touristen gegen Taschendiebe. Nun ja, was soll man da sagen.
Dann noch zum Geldautomaten. die grösste Summe, die man auf einmal abheben kann, sind 3000.- Dalasis, ca 60.€. Die Vielzahl der Scheine passen nicht ins Portomonaie, man braucht dazu eine extra Tasche.
Bin wirklich erleichtert, weil wieder auf dem Schiff zurück.
Unser Ankerplatz, poetisch Half Die genannt, hier starben bei einer verheerenden Cholera- Epedemie die Hälfte der Bevölkerung im Jahre 1869 , daher der Name.
Von hier aus hört man Tag und Nacht die Muezzin zum Gebet aufrufen, übers Wasser tönt es besonders laut, man denkt, er währe gleich neben an.

Wir sind noch einen Tag hier, dann heisst es Anker auf und motoren Richtung Lamin-Lodge.  Liegt in einem Seitenarm, die Bolong  genannt werden.  Dieser heisst Lamin Bolong. Es gibt einige Sandbänke die zu beachten sind, Navigation nach Gefühl und mit der auflaufenden Tide.

Der Mangrovenwald ist sehr dicht,  man sieht oft sehr spät eine Öffnung, da wo es weiter geht. Endlich, sie liegt vor uns, die Lamin Lodge.

Vor langer Zeit von einem deutschen Namens Peter erbaut, nach einem Brand wieder aufgebaut und noch heute von Peter betreut. Haben ihn leider nicht angetroffen, war zur Zeit in Deutschland.

 

Die Lodge ist ein Pfahlbau und steht in den Mangroven. Ein beachtlicher Bau,der leider schon etwas in die Jahre gekommen ist. Das ist die Meinung einiger Besucher, waren wohl schon öfters hier. In meinen Augen ein Kunstwerk. Es herrscht absolute Stille, nur das pfeifen der Vögel ist zu hören und das Geschrei der Affen. Aber aufgepasst, die frechen kleinen Waldbewohner ;

Wir haben uns an einen aus Baumstämmen
gezimmerten Tisch gesetzt und zwei Kaffee bestellt, ist auch nach einiger Zeit gekommen. Mache die  Zuckerdose auf und schaue kurz nach links weil dort plötzlich ein Affe, will den Löffel in die Zuckerdose versenken und  sehe gerade noch wie ein Schatten mit der Zuckerdose in den Wald verschwindet. Begleitet mit  lautem Geschrei von der Bedienung. Später wird mir erklärt, das schon unzählige Zuckerdosen im Wald liegen.

 

 

Hier in der Nähe stehen sie, Afrikas Bäume, die Baobabs. Gewaltig im Durchmesser, mit Wurzeln manchmal zwanzig Meter und länger, die sich über den Boden schlängeln. Je nach Perspektive sehen die Bäume aus wie Elefanten, mit Rüssel, Kopf und Bein.

 

Später bekommen wir noch das getrocknete Fruchtfleisch der Bäume geschenkt. Sehen aus wie kleine weisse Marmorstücke, aufgelöst im Wasser trinkbar,  sollen sehr vitaminhaltig sein. Früchte vom Affenbrotbaum, wie die Baobabs auch heissen.

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Am nächsten Tag ein Spaziergang nach Lamin. Auch hier rote, staubige Stassen, aber man sieht noch Eselskarren. weniger hektisch als in Banjul, zum Glück. Aber es hat viele, viele Kinder auf den Stassen.

Sagen wie sie heissen, fragen nach unsere Namen und betteln um Minthis, also Pfeffermünzbonbons. Wissen drei Tage später noch wie wir heissen!

 

Eine spezielle Entdeckerreise war ein langer Spaziergang zu einer Bienenfarm.  Alles neu aufgebaut, die Leute neu ausgebildet. Ist doch einiges in Vergessenheit geraten. Eine jüngere Frau erzählt freimütig, sie sei Analphabetin und hätte hier ihren Traumjob gefunden.

Was mich erstaunt hat, die Farm muss Nachts bewacht werden!

Hier noch weitere Bilder der Bienenfarm mit der Bee – Lady und einer Touristin.

Natürlich auch Honig gekauft, sehr kräftig im Geschmack. Erinnert mich an den Waldhonig vom Schwarzwald!

St. James Island

Isla de Andre,    St James Island,
heute offiziell Kunta Kintheh Island genannt.


Gemeint ist damit die gleiche Insel unweit von Banjul im Gambia- River gelegen. Die ersten zwei Namen stammen von Matrosen, ein Portugiese und ein Engländer die hier auf der Insel begraben sind.


Die Insel hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich.
Ob Heinrich der Seefahrer, die Briten, die Franzosen, Engländer, Holländer ja sogar Deutsche haben sich um die Insel gestritten.


Der Hauptgrund war ein strategischer Vorteil hier am Gambia – River. Die Kanonen und dicke Mauerreste der ehemaligen Festung zeugen heute noch davon. Sicher auch zur Zeit des Sklavenhandels, aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziebar.


Zu mancher Zeit haben mehr als hundert Leute auf der Insel gelebt, kaum grösser als ein Fussballfeld.

Der Gouverneur, Soldaten, Handwerker, die Hausklaven, nicht mitgezählt natürlich die Sklaven, die hier auf ihre Weiterreise nach Santiago, Cabo Verde ergeben auf ihr weiteres Schicksal warten mussten.

Von den Krankenschwestern, zwanzig an der Zahl, sollen im ersten Jahr schon neunzehn des Klimas wegen gestorben sein.

 Die Insel, um einiges kleiner geworden, ist heute ein Weltkulturerbe, aber keine Spur von Pflege erkennbar.Hier ein paar Fotos der Insel. Hatten Glück, waren morgens  in der Frühe die Ersten, noch ohne weitere Touristen,