Ilha de Santo Antão

Ilha de Santo Antão.

Die Nachbarinsel von Sao Vicente ist die Insel Santo Antão.  Mit unserem Boot können wir die Insel nicht anlaufen. Es gibt keine geschützten Ankerplätze und Häfen sowieso nicht. Also nimmt man die Armas Fähre und lässt sich für wenige Escudos rüber fahren. Die Überfahrt dauert eine Stunde und kostet  8oo.- Escudos-8 €. Bei der Ankunft wird man von Aluguer umringt, jene Taxis, von denen ich schon mal geschrieben habe. Jeder will uns nach irgendwohin mitnehmen.!

 

Vom Hafen  Porto Novo aus ist unser erstes Ziel Vila das Pombas, das Dorf der Tauben, In der Region Paūl. Liegt noch an der Küste, die Region aber ist schon Hochgebirge.

Ein anderer Aluguer bringt uns später nach Cabo Ribeira Paûl.

Die Srasse, die nach oben führt, ist mehr ein in den Fels gehauener Saumpfad, denn Strasse.  Nach einer Stunde sind wir oben, bezahlen dafür 700.- Escudos – 7.- € ! Das Erlebnis ist nicht bezahlbar. Hier in dem Pueblo werden wir Übernachten, machen unsere Wanderung aber schon heute, es  ist noch früh am Tag. Margrit sagt Wanderung dazu, ich sage ; wir klettern, Punkt.

Vorbei an Zuckerrohrplantagen, Gemüsegärten für die Selbstversorger, ja sogar Kaffee wird hier angebaut. Die Ernte, je nach Jahr 10 bis 20 Tonnen, soll der drittbeste Kaffee auf der Welt sein. Alles Handarbeit und ohne Chemie.

Nicht vergessen natürlich, die grossartige Landschaft. Am nächsten Tag wieder runter, aber wie? Sonntag, kein Mensch arbeitet, die Aluguer auch nicht.

Dann tauchen wie aus dem Nichts noch zwei Holländer mit Kleinkind auf, gerettet. Mit fünf Personen lohnt die Fahrt, alles klar!

Eine Nacht bleiben wir in Ponta do Sol an der Küste, dann geht es zurück zur Fähre, natürlich mit dem Aluguer.

Mindelo, Sao Vicente

Mindelo, Sao Vincente, 12. 2 .2017

Haben es also geschafft, die letzten Meilen liegen im Kielwasser. Alle freuen sich, die Lichter in der Ferne zu sehen.
Können aber noch nicht in den Hafen einlaufen. Keine Richtfeuer, keine Bojen und viele unbefeuerte Wracks
sollen im Hafen liegen.
Drehen bei und warten auf den neuen Tag.
Endlich wird es hell und wir können in die grosse Bucht einlaufen.
Nur sehr wenige Ankerlieger sind dort und wir finden schnell einen Platz.
Fallen Anker und 60 mtr. Kette rauschen aus, starker Schwell und oft böige Winde benötigen eine lange Kette.
Erst eimal ausschlafen und heute ist erst noch Sonntag.
Will heissen, die Behörden haben geschlossen. Einklariert wird erst morgen, der Sonntag ist heilig.
In der Policia Maritima und Policia Fronteira werden Visas
erstellt und Pässe gestempelt. Allerdings sehr entspannt, entgegen unseren Befürchtungen.
Mit Sao Vicente muss man sich erst anfreunden, ist Schwarz -Afrika, doch stark portugiesisch geprägt, mein erster Eindruck.
Wir gehen auf Entdeckungstour. Die Strassen rauf und runter, links und und rechts.

Spannend wird es aber erst am späteren Nachmittag, wenn die Strassenhändler erscheinen, hier haben die Frauen das Sagen.


Die Männer spielen Karten oder ein Würfelspiel, hängen rum!


Unser erster Ausflug mit dem Sammeltaxi, genannt „Aluguer.
Mini Busse mit sozialem Charakter. Haben feste Preise, jeder Bus hat seine Route, aber keinen Fahrplan.

Fahren ab, wenn ein paar Leute im Busse sitzen. Unterwegs werden alle mitgenommen, die den Busse stoppen.
In der Regel haben 12 Personen Platz, es können aber auch 20 werden.
Dann muss zusammen rücken, Haut nah.

 

 

 

Mütter steigen mit ihren Einkäufen dazu, die brauchen Platz.Dann werden Kleinkinder nach hinter weitergereicht.Plötzlich hatte ich so einen Burschen in den Armen. Total erkältet, mit Schnuddernase und todmüde. Seine Kekse aber krampfhaft festhaltend, man weiss ja nie. Dass mit der Nase war schnell geregelt, die Nachbarin mit einem Tuch hat es erledigt.Der Bus fährt weiter, über Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster.Die Bandscheiben sind in Gefahr.

Der hoffnungsvolle Nachwuchs der Cabo Verdense, inzwischen im Tiefschlaf. Muss ihn und auch die Kekse gehörig festhalten, es schaukelt und rumpelt.
Ich schau ihn mir genauer an, braune Haut, gleichmässige Gesichtszüge und sehr lange Wimpern.
Jedes Mädchen wäre neidisch.
Dann schätze ich sein Alter, anderthalb bis höchstes zwei Jahre, und denke, hoffentlich ist der dicht!
Ist er nicht, meine Hose und mein Knie werden Nass. Ja, ja aber die Hose hätte sowieso gewaschen werden müssen.
Wenn einer eine Reise tut………

Las Palmas nach Cabo Verde

An die geneigten Leser unseres Blogs.
Zeitraum 22. 12  2016 – 11 Februar 2017.
Aus der Schweiz zurück nach Fuerteventura ( Kanarische Inseln) sind wir weitergesegelt nach Las Palmas auf Gran Canaria. Stürmische Tage erwarten uns.
Der Hafen voll besetzt, die erste Überraschung.
Das bedeutet ankern im schon vollen Ankerfeld.
Wir sind auf der Warteliste!
Ankern bei stürmischer Brise bedeutet eine Schaukelei ohne Ende.
Es sollten zwei lange Wochen werden, dabei hatten wir unserer Tochter, die zu Besuch kommen wollte, schönes Wetter versprochen.
Immer mit dem Dinghi an Land, eine nasse Angelegenheit.
Dann endlich ein Platz im Hafen, doch der Motor springt nicht an. Wasserschlag.!!!
Zum Glück, ein deutscher Dieselfachmann schnell gefunden,
Motor läuft wieder.
Doch es sollte noch zwei Mal passieren, der Grund, der sogenannte Schwanenhals war defekt.
Jetzt wieder alles OK.
Endlich, die letzten Planungen und Vorbereitungen für unser erstes Ziel außerhalb Europas sind gemacht.

           ARQUIPELAGO DE CARBO VERDE

die Kapverdischen Insel im Nord -Atlantik vor der Küste Afrikas.
Es ist Afrika, keine europäische Aussenstation!
Man sagt auch, Afrika für Anfänger.
Aber noch sind wir nicht da, liegen doch 800 sm zwischen Las Palmas und Sao Vincente, unser erstes Ziel.
Die Passatsegelei ,eine Herausforderung. Es weht zwar ein beständiger Wind aus NE mit 5 -6-Bft der hat es aber in sich.
Wir haben keine Passatsegel, stellen daher den Grossbaum und Besanbaum quer zum Schiff. Geht bestens.
Ob mit oder ohne Passatsegel, die Schaukelei ist anstrengend.
15°  nach Steuerbord, 15° nach Backbord , ohne Ende.
Das Essen auf den Tisch zu bringen, eine artistische Leistung.
Nichts, aber auch nichts ,bleibt länger als eine Sekunde an der gleichen Stelle. Selbst im Schlaf muss man sich noch festhalten, verkeilen,  eine Hilfe sind die Leesegel.Währen ich den Bericht schreibe, liegen noch zweihundert Seemeilen vor uns.Von den Inseln später, Margrit und Dieter