Culebra – Guadeloupe – the Windward Islands

Leeward Islands

Der Weg von Culebra nach Guadeloupe war eine Aufkreuzen ohne Ende. Wie es manchmal so geht. Am Anfang war alles super. Es war klar, dass wir hoch am Wind segeln würden .

Doch dann eine Winddrehung und mit 35 Grad am Wind läuft keine Yacht mehr, also aufkreuzen. Der Raumgewinn ist gering, aber man hofft ja, es kann nur besser werden. Doch dieses mal nicht. Zwei Starkwindtage und nochmal einen Tag mit bald 35 Knoten Wind haben uns überlegen lassen, ein anderes Ziel anzulaufen. Haben uns entschieden, nach St. Martin zu segeln. Auch das war Arbeit ohne Ende. Haben für 390 Seemeilen 4,5 Tage gebraucht und viel Kraft. Der Nord – Ost- Passat eigentlich eine zuverlässige Konstante, doch dieses Mal kam er eher aus dem südlichen Quadranten, also genau dorther wo wir hin wollten. Zum Glück waren wir schon einmal in St. Martin und konnten dort Nachts einlaufen. Endlich fallen Anker um 21 Uhr und dann schlafen. Haben einklarieren wollen, doch Karfreitag und über Ostern alles geschlossen. Haben mit Mühe noch ein paar Liter Diesel bekommen. Bei unserem TO Stützpunkt, Sally und Mike. Haben uns gefreut sie wieder zu sehen.

Was aussieht wie entspanntes Segeln, der täuscht sich. Auf Fotos sind die Wellen immer flach und wirken harmlos.

Es war also ein Seebären-Törn. Segeltraining und Wende-Manöver ohne Ende.

Im Logbuch heisst es, Marigot Bay ausgelaufen um 20 Uhr und alle Segel gesetzt, zwar schwachwindig, doch 5,2 Kn. Schon mal ein guter Anfang.

Kurs Guadeloupe

an Backbord St. Kitts & Nevis voraus Montserat
Montserat, die Vulkaninsel, wir kommen näher
Montserat

Ja auch hier ist es schnell erzählt damit beim Lesen keine Langeweile aufkommt. St. Martin bis Guadeloupe, Point a Pitre 209,5 Seemeilen = 60 Stunden. Aber wir sind angekommen, und haben die Leeward – Inseln nun hinter uns gelassen.


Weiter mit Kurs Guadeloupe

Elisabeth. Herzlich Willkommen!

Leinen los mit Elisabeth an Bord – nach einer Stunde wieder beim Ankerplatz Ille de Cochon eine Regenfront nach der anderen und wir sind zu spät los
an Backbord Ille de Gossier wir kämpfen gegenan wollen aber weiter bis St.Anne für einen besseren Winkel um doch noch nach Marie Galante zu kommen

Die nächsten Inseln Marie Galante sowie Dominica waren eher Ziele gegen den Wind als mit. Auch hier war eine anderes Ziel zuerst von Nöten als geplant. Wir mussten die Küste von Guadeloupe entlangsegeln um weiter nach Osten zu kommen. Der erste Stop war nun im strömenden Regen Anse de Sainte Anna. Die Einfahrt zwischen den Riffen sehr eng bei hohem Seegang, aufgepasst. Der Motor zuverlässig wie immer. Eine Nacht vor Anker und am nächsten Morgen weiter. Unser Ziel Marie Galante. Der Name der Insel stammt vom Kolumbus, einer seiner Schiffe hiess * Marie Galante*. Alle haben geschwärmt, doch wir waren enttäuscht. Erster Hafen vor Anker auf Marie Galante, Saint Louis, eine Nacht. Dann weiter nach Grande Bourg.

ab durch die Mitte
wo du reingekommen bist – kommst du auch wieder raus
wir nähern uns Marie Galante – endlich sind auch die Wellen flach
St. Louis Marie Galante
St. Louis Marie Galante
Hafen Grande Bourg – sehr eng – und Anker hat nicht gehalten – neues Manöver bei viel Wind und Fährbetrieb
Grande Bourg

Ein kleiner Hafen, belegt mit lokalen Booten, der Anker nicht gehalten. Konnten nur wenig Kette geben, wären sonst der Fähre im Weg gewesen. Die Geschäfte schon um 4Uhr dicht. Also am nächsten Tag schnell ausklariert und weiter.

St. Louis ausklarieren- schlechtes timing da gerade ein Fährschiff anlegt – nette Zöllner öffnen für uns das „mobile Office“

Doch der weitere Weg war dann schon besser. Waren jetzt weit genug im Osten um den Nord – Ost – Passat zu geniessen. Unser Ziel hiess jetzt Dominica. Haben am Vormittag in Portsmouth angelegt, das heisst eine Boje genommen. Von einem lokalen Fischer zum Zoll gebracht und einklariert. Am nächsten Tag abgemacht, das er uns den Indien River hoch fährt. Ein Erlebnis der besonderen Art. Hier im Naturschutzpark kann man nur mit lokalen Leuten und ihren Booten den Fluss hochfahren. Es wird gerudert.

zum Zoll
Indien River
die Schwestern
Ruhe
ein Kunstwerk
die Wurzeln
Indien River Ladies

WINDWARD ISLANDS

Martinique to Grenada

Windward Islands, auf deutsch „Die Inseln über dem Wind. „Genannt nach der vorherrschenden Windrichtung des Nordost – Passatwindes.

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Flagge Frankreichs
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Dieser Felsen, genannt “ DIAMANT“ hat uns lange Zeit die Einfahrt nach Martinique erschwert. Er lag auf unserer Kurslinie und wir mussten aufkreuzen. Gegen Wind und Strom, eine mühsame Angelegenheit.



Martinique
Französisches Überseedepartement.

Nach ein paar Tagen ausklariert, 4 Mai bis 7 Mai und den Kurs abgesetzt nach Martinique, Le Marin. Auch hier kein vergnügliches Segeln, böige Winde, dann schwachwindig, Segel rauf und runter. Wenden und halsen, heiss und enorme Schauer. Es gibt schöneres. Kurz vor Martinique wieder eine Winddrehung und jetzt den Motor an. Hoher Wellengang und Strömung gegenan, wir stehen auf der Stelle. Können den Felsen , genannt der Diamant, lange bestaunen. Man hat das Gefühl, er segelt in unserem Kielwasser mit. Doch irgend wann ist auch das überstanden und wir suchen einen Ankerplatz in * Le Marin,* auf Martinique. Ich warte auf ein neues Echolot und suche nach O- Ringe. Gar nicht so einfach. Nach Einkäufen verholen wir uns nach Saint Anne, am Ende der Insel. Hier waren wir schon einmal, ein ruhiger Ort. Mussten allerdings zum Ausklarieren mit dem Bus zurück nach Le Marin, der Zoll vor Ort geschlossen.



Von Martinique Kurs abgesetzt nach St. Lucia. Morgens in aller Frühe los und am Mittag um 13Uhr15 fest an einer Boje in der Rodney Bay. Hier wo sonst die Yachten der ARC Rally vor Anker liegen, so um die Weihnachtszeit, herrscht nun Stille. Haben die gewaltige Bucht quasi für uns alleine. Auch im Hafen sind kaum Segler, ausser den Schiffen der Charterflotte. Doch was kommt plötzlich dahergeschwommen. Sieht aus wie ein Stück Regenwald, aber mit Motor, wie sich herausstellt.  Es ist Gregory. Dieser aufgestellte Mann in seinem Gefährt verkauft Früchte. Da muss man zugreifen, er ist höflich und seine Preise nicht überrissen.

Gregory auf seiner Insel
Ein spezielles Fest gab es auch noch zu Feiern, Margrits Geburtstag!
Herzlichen Glückwunsch.
Hier in der Rodney Bay hat sich Elisabeth verabschiedet, ist mit der Fähre zurück nach Martinique und dann mit dem Flieger heim.
Adios, hasta luego.

Wir haben Segel gesetzt und Kurs auf Marigot Bay genommen. Hier geht es Elegant zu und her. Gepflegte Restaurants und schöne Hotel -Ressorts geben den Ton an. Haben auch eine alte Bekannte wieder getroffen. Eva, die Tschechin beim schnorcheln. Sie fragt immer nach deutschsprachigen Büchern. Nach zwei Tagen dann den Anker gelichtet und Kurs Soufriere genommen.

Happy Hours

St. Lucia

Marigot Bay
Souffriere and the Pitons

Hier eine Boje genommen, Nationalpark, ankern verboten. Auch hier gibt es die Bootsboys, die die Segler in Empfang nehmen. Nicht immer gerne gesehen und oft nervig sind, manchmal auch hilfreich und natürlich etwas verdienen wollen. Dieser war jetzt nicht aggressiv und hat im ruhigen Ton erklärt, was man hier alles unternehmen kann. Haben uns dann entschieden, am nächsten Tag ein Schlammbad zu buchen, sowie zu den Heisswasserquellen zu fahren. Es wurde ein entspannter Tag.

Fischer
Strassenscene
zu den heissen Quellen
Kakao-Bäume
die Pracht des Regenwaldes
das Ziel, unser Schlammbad
was ist das wohl ?
hier wird gemalt und waren am Ende des Tages um Jahre jünger.

St. Vincent & the Grenadines

Flagge von St. Vincent und die Grenadinen Icon - Gratis Download
der Markt in Kingstown

St. Vincent und die Grenadinen sind ein unabhängiger Inselstaat mit Ihren 32 Inseln im Bereich der Westindischen Inseln mit der Hauptstadt Kingstown auf St. Vincent.
Haben uns in Soufriere vom Bootsboy und von der Boje verabschiedet und Segel gesetzt. Eigentlich zu früh, aber nach 16 Uhr muss die Boje für die Nacht bezahlt werden. Hatten uns auf einen schönen Nachttörn vorbereitet. Zwar war es stockdunkel, kein Mond zu sehen. Aber es wehte eine schwache Brise, die zudem noch angenehm warm war. Grossegel gesetzt, Genua ausgerollt und das Besansegel hochgezogen, wunderbar. 2 Stunden hielt das Vergnügen, dann das erste Reff.
Dann die Genua 1/3 eingerollt. Gegen Mitternacht das zweite Reff eingebundenen. Kaum im Cockpit zurück das dritte Reff. Die Genua nochmals verkleinert und im Besan auch ein Reff eingebunden. Was ist denn plötzlich los? Konnten uns kaum mehr auf den Beinen halten. Aber es kam noch dicker. Mussten sogar das Gross ganz weg nehmen. Nur noch die handtuchgrosse Genua und das Besansegel brachten uns auf 5 1/2 Knoten Speed, trotz der hohen Wellen gegen an. Morgens dann die Flaute, also Motor an, das Gross wieder gesetzt mit 3 Reffs und mit 30 Grad am Wind Richtung Blue Lagoon getuckert.
Konnten dort nicht einlaufen, Wassertiefe zu flach und für die Süddurchfahrt war kein Pilot da. Also ankern, auch gut, man spart E.C. Dollars und soweit von Schuss waren wir auch nicht.
Wir ankern vor dem alten Fort, genauer vor dem Berg auf dem das Fort gebaut ist. Warum aber Blue-Lagoon am Ende der Insel angelaufen. Hatten nichts Gutes gehört von den Ankerplätzen wie Chateaubelair, Wallilabou und den anderen. Vorsichtig ausgedrückt, nicht freundlich. Hier sollte man Problemen aus dem Weg gehen. Nach Blue Lagoon Segel gesetzt mit Ziel Bequia.

kurze Pause für die Zollpapiere
Hotel Ressort
die Kanonen von Fort Duvenette
Blick auf Blue Lagoon

Bequia

Hier in Bequia waren wir schon einmal. Ich musste allerdings erst wieder an Land gehen um mich zu Erinnern. Doch die Erinnerung war sofort wieder präsent. Der Kai mit den Geschäften und das bunte Leben kann man nicht so schnell vegessen.

der Kai
Bequias Flagge erinnert daran, dass hier mal Wale gejagt wurden
Ansteuerung Bequia

Unsere nächste Insel : CANOUAN

Nicht weit von Bequia liegt die Insel Canouan. Aus dem Logbuch, Kurs 203 Grad, bedeckter Himmel ehe trübes Wetter. Um 14 Uhr Ansteuerung Ankerplatz. Wir werden hier 4 Tage verbringen. Die Insel erwandern und im 29 Grad warmen Wasser schwimmen.

Canouan
auch ein Inselbewohner
-Ostküste Canouan
Pfingst Regatta Charlestown Canouan
vorbereiten zum Start
Pfingst- Regatta in Canouan

Anker lichten Kurs MAYREAU

UM 9 Uhr Anker auf, wir stehen im Wind, also schnell das Großsegel hoch und auf Kurs. Der Anker fällt 3 1/2 Stunden später in der Saline Bay. Diese kurzen Strecken zu segeln ist ein Genuss. Man kann es Richtig geniessen.

unser Privatstrand
vor Anker
die Insel erwandern
Blick auf Tobago Cays
diese farbenprächtige Bar lockt Segler an
Der Hausherr, Robert Lewis bestbekannter Rastafarian
Robert & Dieter
das Gotteshaus

Neues Ziel : UNION ISLAND

Happy Island

Union Islands gefällt mir sehr gut. Auch der netten Leute wegen und das farbige, lebhafte Dörfchen. Noch ein anderes Erlebnis. Unser Aussenborder ist ins Wasser gefallen, muss also sofort zerlegt werden. Den Mann auch schnell gefunden, sass mit seiner Familie im Freien. Alles stehen und liegen gelassen und Werkzeug geholt. In kurzer Zeit war der Motor zerlegt und wieder zusammen gesetzt. Und er läuft wieder, besser als vorher.

da wird gfordert und gefeitet
Auf jeder Insel ein Souvenir in flüssiger Form Salute

Die Inseln sind alle dicht bei einander, man braucht also nicht so früh aus der Koje raus. Es ist aber immer wieder die gleiche Situation. Am Abend wird es früh dunkel, man sitzt im Cockpit und liest oder diskutiert und selten später als 21 Uhr liegt man in der Koje. Das Segeln und die Seeluft machen müde. Doch wenn man denkt, ich schlafe mal länger am Morgen, es geht nicht. In der Karibik sind praktisch alle Frühaufsteher, so um 6 Uhr sind alle auf den Beinen. Um diese Zeit ist es Taghell. Also raus aus der Koje!

während Mama telefoniert mache ich ein Nickerchen
bester Cafe
beim Bäcker

Haben uns nach Fisch erkundet, direkt vom Fischer. Sofort wurden wir zum Fischer begleitet und hatten unseren Fisch. Noch gratis dazu 2 Conch -Muscheln, gemeint ist der Inhalt, also das Essbare. Hier in Union Island dann noch ausgescheckt, die nächste Insel Carriacou gehört zu Grenada, ein anderer Staat.

Red Snapper
die Kitesurfer, Ferien der anderen Art
es braucht Kraft und Geschicklichkeit
ein Schiff wird kommen, sagte das Riff.
der Amerikaner hatte Glück, die Helfer waren schnell zur Stelle!
Alles nochmal gut gegangen.

St. Vincent and the Grenadines

Grenada





2 Comments

  1. Elisabeth Wüst · Juni 9, 2019 Reply

    Hi Margrit und Dieter

    Das aufkreuzen hab noch gesehen und dachte kommt Ihr denn zur Zeit in Guadeloupe an. Es hat ja alles gut geklappt. Ich habe dann z Hause die Inseln etwas durcheinander gebracht, kann ja zum Glück alles im Blog nachlesen. Schade das Schlammbad konnte ich nicht mehr miterleben. Vielleicht gibt wieder mal die
    Möglichkeit. Die Ansteuerung Beguia sieht abenteuerlich aus wenn nicht sogar etwas gefährlich. Bleibt Gesund und wünsche Euch noch eine gute Zeit.

  2. Elisabeth Wüst · Juni 9, 2019 Reply

    Wollte noch sagen, Ihr seht drollig aus mit dem Schlamm im Gesicht… hihi

    Liebe Grüsse

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